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Call for Papers

Liebe Autorinnen und Autoren, Leserinnen und Leser,

mit der Rubrik „Call for Papers” wollen wir frühzeitig und breiter gestreut auf unsere inhaltlichen Schwerpunkt in den Heften 2 bis 4 in diesem Jahr (2026) aufmerksam machen.

Wir laden Sie ebenfalls dazu ein, Schwerpunktthemen für die nächsten beiden Jahre (2027 bis 2028) vorzuschlagen.

Wir sind, wie Sie wissen, auf dem Weg, die Zeitschrift SÜDASIEN auf ein digitales Format umzustellen. Da ändert sich manches im Vergleich zur Printausgabe. Das vierteljährliche Erscheinen mit Schwerpunktthemen wollen wir beibehalten. Also, nur zu!

Details zu Ihren Textbeiträgen (gerne auch Fotos, Graphiken, Cartoons) klären wir im bilateralen Schreiben.

Viele Grüße,

Theodor Rathgeber

verantwortlicher Redakteur

redaktion@suedasien.org

Unsere Schwerpunkte für 2026 sind (jeweils Arbeitstitel):

Heft1: Algorithmische Zeiten – Südasien im KI Umbruch (bereits erschienen)

Heft 2: Devianz: Liebe, Sexualität, Humor

Die Veröffentlichungen zu Frauen- und LGBTQ+-Bewegungen in Südasien haben eine komplexe Mischung aus alten, eher freizügigen Traditionen in den Beziehungen zwischen Menschen einerseits sowie konservativen, meist viktorianisch geprägten Normen ins Bewusstsein gerufen. Die Bewegungen setzen sich nicht zuletzt mittels Kunst mit dem Schweigen und den Tabus zu nicht konformer Sexualität und Partnerschaft auseinander. Ihr Streben nach einer breiteren Akzeptanz und offeneren Wahrnehmung von abweichendem Verhalten (Devianz) – etwa in der Sexualaufklärung oder bei Rechtspositionen etwa für queere Gemeinschaften – bildet den einen Teil des Schwerpunkts. In Literatur, Bildern und Cartoons beschäftigen wir uns mit einem zweiten Aspekt devianter Abbildung der sozialen Wirklichkeit in Südasien.

Heft 3: Protestkultur – welche Strategie?

Zivile Proteste in Südasien verbinden traditionellen gewaltfreien Widerstand mit moderner digitaler Mobilisierung. Der Unmut über die Ineffizienz der Regierungsführung konnte binnen kurzer Zeit massenhaften Widerstand organisieren, der anti-elitäre Narrative, dezentrale Ideen über Repräsentation und Entscheidungsfindung sowie lokal zentrierte Initiativen für eine andere Art des Wohlstands hervorbrachte. Elemente zu strukturellen Veränderungen kamen immer wieder zur Sprache, konnten bislang aber (noch) zu keinem schlüssigen Reformkonzept einer politischen Umgestaltung zusammengeführt werden. Es ist deutlich geworden, dass allein ein Kollaps politischer Führungseliten nicht ausreicht, um alternative Modelle der sozialen Organisationen wirksam verfolgen zu können. Wie darüber in Südasien und mit Bezug auf Erfahrungen aus Südasien diskutiert wird, bearbeitet diese Ausgabe von SÜDASIEN.

Heft 4: Dicke Luft

Jedes Jahr berichten die Medien in Südasien ab den Monaten Oktober und November über die Luftverschmutzung in weiten Teilen Südasiens. Städte in Bangladesch, Pakistan und Indien gehören regelmäßig im weltweiten Ranking zu den Orten mit der schlechtesten Luftqualität. Wir haben in der Vergangenheit vereinzelt dazu geschrieben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) verzeichnen zum Teil tödlich wirkende Konzentrationen. Wie kommt das? Wir stellen Texte vor, in denen Messzahlen von methodisch ausgewiesenen Institutionen wie der WMO vorgestellt und bewertet werden. Wir beleuchten einige Maßnahmen, die in einzelnen Ländern eine wirksame Verbesserung brachten, und analysieren großflächige Veränderungen in lokalen Kontexten. Wir gehen natürlich ebenso darauf ein, wie Industrialisierung, Bevölkerungswachstum und der hohe Bedarf an Energie und fossilen Brennstoffen sozial verträglich in andere Konzepte zum Wachstum überführt werden können.

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