Die Internetplattform Himal meldete am 26. Juni, dass das Anti-Terror-Gericht in der Provinz Belutschistan die Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Baloch Yakjehti Committee, Mahrang Baloch, sowie den Aktivisten Sibghatullah Shah Jee zu lebenslanger Haft verurteilt hat. Baloch wurde vorgeworfen, während einer Demonstration in der Hafenstadt Gwadar „äußerst provokative Reden“ gehalten zu haben, woraufhin eine Gruppe Demonstranten eines der Fahrzeuge des Soldaten angegriffen habe. Während der Demonstration im Juli 2024 war ein Soldat der paramilitärischen Einheiten getötet worden. Die Aktivistin und der Aktivist wiesen das Urteil zurück und erklärten, ihnen sei ein ordnungsgemäßes Verfahren verwehrt worden.
Mahrang Baloch setzt sich seit Jahren gemeinsam mit Shah Jee mit friedlichen Mitteln gegen das Verschwindenlassen von Menschen in Belutschistan ein. Sie ist zu einem Symbol des gewaltfreien Widerstands geworden. Im Mai kam es in Belutschistan zu einer Welle der Gewalt, die größtenteils von separatistischen Gruppen ausging. Der Kreislauf der Gewalt hält an, obwohl Pakistans Präsident das Land als Friedensvermittler in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran positioniert hat und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian zu einem Staatsbesuch in Pakistan eingetroffen ist. Pakistan richtet wichtige Gipfeltreffen aus, wie beispielsweise das BRICS-Treffen zur nationalen Sicherheit, und baut Beziehungen zu den nordischen Ländern und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, um die Abkühlung der Beziehungen zu den USA auszugleichen. Im eigenen Land friedlich Konflikte zu lösen steht aus.
Theodor Rathgeber






