„Menschen, ach, Menschen, welch einfältige Wesen.“
Mit diesem augenzwinkernden Satz dreht Anushka Ravishankar in dem Werk Moin und das Monster die Perspektive um: Nicht das Monster erscheint plötzlich als das Fremde, sondern die Menschen selbst.
Während die Erwachsenen analysieren, diagnostizieren und für jedes ungewöhnliche Verhalten nach einer vernünftigen Erklärung suchen, gehen die Kinder viel unbefangener mit dem Ungewöhnlichen um. Sie diskutieren über Monsterregeln, akzeptieren ein singendes Monster, suchen nach „Hintertürchen“ und überlegen vor allem, wie man mit der ungewöhnlichen Situation umgehen kann.
Vielleicht geht es in dieser Geschichte deshalb gar nicht nur um ein Monster. Vielleicht geht es auch darum, dass Erwachsene manchmal vergessen, sich über das Ungewöhnliche zu wundern.
Hinweis der Redaktion:
Anushka Ravishankar ist Mathematikerin und eine bedeutende Vertreterin der Unsinnspoesie. Sie hat zahlreiche Kinderbücher verfasst, von denen einige auch in deutscher Sprache erschienen sind.
Foto: © Thalia






